Back up. Backing up. Einen Schritt zurücktreten. Zurückblicken…

Angesichts der Tatsache, dass ich diesen Text an Neujahr tippe, läge die Vermutung nahe, dass das die ersten grenz-schmalzigen Floskeln eines Intros sind, welches irgendwie vom gewohnt kompakt gehaltenen Titel dieses Beitrags zu einem weiteren dieser Jahresrückblicke überleiten soll, die das Netz in dieser Zeit so gerne ‚bereichern’…

Angesichts der Tatsache, dass potenzielle Konsumenten dieses Textes vielleicht erst im Sommer auf selbigen stoßen, ist die Halbwertszeit dieser Vermutung zugegeben eher begrenzt. ^^

Sei’s drum. So oder so ist die Antwort auf diese Vermutung ein glasklares ‚Ja… naja… nö.‘

Der ursprüngliche Auslöser dieses Blogbeitrags ist nämlich wortwörtlich ein Back Up. Also Datensicherung und so. Nicht unbedingt die Beschäftigung, die ich mir für den Ausgleich der unmittelbar vorangegangenen Feiertags-Völlerei vorgestellt hatte. Aber die liebe neue Technik hatte sich das halt anders gedacht. Und so kam es, dass der Status dieses Themas stufenlos von Prokrastination auf Kacke am Dampfen wechselte.

Eine sauteure Raid-Festplatte und vier Tage Daten-Sucherei, -Sortiererei und -Ausmisterei später ist jetzt abgesehen von kleineren Verlusten alles wieder im Grünen Bereich.

Ich bin felsenfest überzeugt, dass sich absolut jeder hier sofort fragt: ‚Warum braucht der denn so lange dafür und was zum F… hat das mit den Bildern hier zu tun?‘

Also stecken wir doch mal den Bleistift in die Kassette und spulen mal ein Stück zurück… Ja, ich bin alt. ^^

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als ‚die Cloud‘ noch das fluffige Ding am Himmel war? Als man sich dafür alle paar Jahre der Frage stellen musste, wie man denn seine Bilder und Daten vom alten auf das neue Handy bekommt? Und wie dadurch periodisch anschwellende Ordner mühseelig über sack langsame USB-Kabel ihren Weg auf den Rechner fanden, aber natürlich nie am gleichen Ort abgelegt?

Ja, zugegeben war das vielleicht auch nur bei mir so. Aber das spiegelt recht gut wieder, wie meine Fotos und Projekte der letzten 17 Jahre ‚gesichert‘ waren… Was mir aber letztendlich auch den Arsch gerettet hat, als der Hauptspeicherort spontan die Lust verloren hatte zu existieren. Nachdem ich diese also von vier bis fünf verschiedenen Rechnern wieder zusammengekratzt hatte, war es dann vor allem das Ausmisten, was Zeit gefressen hat. Man will die teure Festplatte ja schließlich nicht gleich wieder mit unnötigen Daten vollmüllen.

Grad bei den Bildern schickt einen das natürlich automatisch auf nen Last-Minute-Trip durch die komplette fotografische Vergangenheit und Entwicklung. Und ja – für alle die bis hierhin nicht schon aufgegeben haben – das ist die Stelle wo ich endlich die Kurve krieg. ^^

Bei diesem Trip sind mir wieder etliche Fotos über den Bildschirm gewandert, die ich schon ewig nicht mehr gesehen, komplett vergessen, oder im Zuge der letzten drölfundzwanzig Seitenrelaunches ausgesiebt hatte. Und damit sich neben einer Lehrreichen Erkenntnis und der längst überfälligen Datensicherheit aus dem ganzen Schlamassel noch etwas anderes Brauchbares ergibt, hab ich mir gedacht: ‚Bei der Gelegenheit könnteste doch mal nen kleinen Rückblick zusammenschrauben.‘

Jaja… jetz ist es also doch ein Rückblick. Aber halt kein Jahresrückblick. 😛

Um den zusammenhangslosen Mischmasch zumindest ein bisschen aus einem Guss wirken zu lassen, hab ich hier und da zugegeben noch ein bisschen Hand angelegt. Und damit ich hier nicht alle meine stilistischen Veränderungen und Verirrungen wieder zu Tage kommen, gibt’s die Bilder diesmal in pragmatischem Schwarz-Weiß. Vielleicht entzündet der unausweichlich wiederkehrende Mangel an frischem Content ja irgendwann mal die Muße, mir ein paar davon für eine Art Best-Of vorzunehmen und neu zu bearbeiten. Bis dahin versuch ich mich aber erstmal an meinen guten Vorsätzen. ^^

Und jetzt viel Spaß beim scrollen, denn da ist einiges zamgekommen um Lauf der Jahre. 😉

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